Bouldern

Das vierte Jahr nach dem Hirnabszess beginnt. Da ich nicht stehenbleibe und mich weiterentwickle, lassse ich mir immer wieder neue Methoden einfallen. Eine davon ist Bouldern!

Für dieses Jahr habe ich mir einiges vorgenommen. Ich werde die Wege der Ziele und der Vorstellungskraft verstärken. Ich möchte die Verbindung Bewusstsein und Unterbewusstsein herstellen können.

Unterbewusstsein

Mentaler und Körperlicher Aspekt

Der mentale und emotionale Bereich kann Wunder bewirken. Trotzdem darf der körperliche Aspekt nicht außer Acht gelassen werden. Körpertraining wird weiterhin einen Großteil meiner Zeit einnehmen, denn der Nutzen ist genauso wichtig.

Ich habe mir bereits einige neue Trainings einfallen lassen, körperlich wie geistig. Ein wichtiger Punkt ist in allem die Freude. Denn das Unterbewusstsein lässt sich nur mit Emotionen trainieren, negativ wie positiv. Und die Emotionen sind dabei der Schlüssel zur Gesundung.

Die Emotionen

Negative Emotionen und Gedanken haben mir den Hirnabszess gebracht. Werde ich mir dieser bewusst, kann ich sie durch positive ersetzen. Das hat nichts mit „nur positiv denken“ zu tun. Denn das wichtige ist die Emotion dazu. Ohne sie läuft nichts.

Bilder, mit denen ich positive Emotionen verbinde, können helfen. Umso stärker, wie ich dazu ein gutes Gefühl aufbauen kann. Gerade an das Trailrunning habe ich schöne Erinnerungen und positive Emotionen. Daher habe ich auch das Laufen als mein Hauptziel genommen.

Im folgenden Blogartikel schrieb ich schon am Anfang darüber, warum mir das Trailrunning wichtig ist und über meine Erlebnisse mit der Vorstellungskraft. Das möchte ich jetzt verfeinern.

9. Warum Trailrunning für mich wichtig ist!

Methoden zur Verbesserung

Es gibt viele Methoden, wie ich meine Defizite verbessern kann. Oft muss ich es erst ausprobieren, ob es auch was für mich ist. Manches ist noch zu viel für mich, besonders körperlich. Gerade der Winter bietet mir viele Möglichkeiten. Allerdings sind manche Methoden mit Kälte verbunden, da heißt es dann ausprobieren.

Bouldern

Ich habe es versucht und es hat mir gutgetan. Zum Glück bin ich so empfindsam, das ich gleich merke, was mir guttut oder nicht.

Das Bouldern tut gut. Ich verwendete den Kinderbereich. Große Griffe und Tritte erleichterten es mir. In einer echten Boulderhalle wäre es noch zu früh.

Klettern war ich früher immer wieder mal und das auch in der Halle. Damit ist ein wichtiger Punkt schon erledigt. Ich habe gute Erinnerungen daran und kann diese Emotionen für mich nutzen.

Das ist ein wichtiger Punkt, denn ich habe viele tolle Erlebnisse in den verschiedensten Bereichen des Lebens. Die damit verknüpften Emotionen kann ich sehr gut nachempfinden und das nutze ich jetzt beim Klettern oder Bouldern.

Bouldern

Das Ziel beim Bouldern?

Es fehlt mir noch die Kraft und die Technik. „Step by Step“, ist auch hier die Devise.

Man muss unmögliches versuchen, damit mögliches wahr wird!

Dieser Spruch beinhaltet viel Wahres. Ich bin den Jakobsweg gegangen, aber ich habe noch immer kein Gefühl dafür, wo ich hin steige. Besonders in meinen Hand- und Fußgelenken fehlt noch immer Kraft, die nur langsam mehr wird. Eine Flasche zu öffnen ist oft eine Herausforderung und das noch immer nach bald drei Jahren.

Bouldern

Knapp über dem Boden versuche ich hin- und herzu steigen. Meine Hand- und Fußgelenke sind dabei besonders gefordert. So sehr, dass ich danach Schwierigkeiten habe, eine Tasse zu halten.

Im Kinderbereich sind zwar große Griffe, aber man muss trotzdem zugreifen und gefühlvoll hin steigen. Ich fühle mich, als hätte ich Skischuhe an, aber es funktioniert. Als Kind lernt man am leichtesten die Bewegungsabläufe, im Alter wird es zur Herausforderung.

Klettern

Positive Emotionen

Rund 30 Sekunden halte ich in der Wand durch. Nach insgesamt 20 Minuten, mit vielen Pausen, muss ich die Seegel streichen. Ich habe durch die Körperspannung alle Muskeln erreicht und aktiviert. Das spüre ich jetzt.

Es ist eine Freude in mir, die ich mit positiven Emotionen verbinde, die ich beim Klettern erlebte. Das ist ein sehr wichtiges Instrument auf dem Weg zur Heilung. Die Vorstellungskraft mit den dazugehörenden Emotionen.

Desto besser ich diese Emotionen von damals spüre, umso besser. Freude empfinden zu können, ist das wichtigste für eine heilende Grundstimmung. Ich habe den Vorteil, viele dieser Emotionen früher bereits erlebt zu haben und mich daran zu erinnern.

Ich muss nur noch lernen, sie richtig einzusetzen und mich nicht von früheren negativen Ereignissen beeinflussen zu lassen. Ab sofort heißt es diese positiven Emotionen immer wieder zu visualisieren und mich durch nichts abhalten zu lassen.

Emotion

Die Wirkung des Unterbewusstseins

Viele Gedanken kommen in der Wand hoch, aber alle positiv besetzt. Denen werde ich mich immer wieder aussetzen, den sie beinhalten, dass ich gesund bin und des weiteren die Information der Bewegungsmuster. Wie es funktioniert, hätte ich abgespeichert, nur im Moment keinen Zugriff darauf.

Es reicht allerdings nicht einfach nur zu sagen, dass ich es möchte. Dafür ist das Unterbewusstsein zuständig und das lernt nur durch Emotionen. So wie mich diese krank machten, weil ich es zuließ, so können sie mich auch gesund machen. Gesund werden muss man allerdings können und zulassen. Es ist ein bewusster Prozess. Krank werden wir meist von selber, aber meist deswegen, weil wir unseren Weg verlassen.

Unterbewusstsein

Jetzt heißt es, Körper und Geist zusammenzuführen. Das ist meine derzeitige Arbeit! Mein Denken ist ganz darauf fokussiert. Etwas anderes könnte es zurzeit auch nicht. Mein „Nicht denken können“ hat auch Vorteile. Die ganze Energie geht ins Gesund werden.

Mit Problemen darf ich mich nicht befassen. Es ist Zeit geworden, an mich zu denken. Das mag vielleicht selbstsüchtig klingen. Aber mir bleibt in der momentanen Situation nicht viel anderes übrig.

Wenn ich daran denke, dass mir manche Ärzte geraten haben, mich mit dem Zustand abzufinden. Das, was bisher geschehen ist, ist für mich Motivation genug, nicht und niemals aufzugeben.