Faszien werden seit ein paar Jahren immer bekannter und haben eine wichtige Aufgabe im Körper. Früher wurden sie einfach als Bindegewebe abgetan. Man ist aber drauf gekommen, dass sie wesentlich mehr Funktionen als gedacht beinhalten. Sie sind ein Schlüssel zu meiner Verbesserung.

Der Hirnabszess am Thalamus beinhaltet so viele verschiedene Bereiche, die es in meinem Körper zu verbessern gilt, dass ich alleine oft vor lauter Bäumen den Wald nicht sehe. Ich bräuchte einen fundierten Personal Coach, der versteht, was zu tun ist. Ich bin in den meisten Fällen auf mich selbst angewiesen, da es in unserem Krankheitswesen (Gesundheitssystem wäre besser) ein Personal Coach nicht vorgesehen ist.

Mit unserem Krankensystem, das kein Gesundungssystem ist, verlängert sich die Verbesserung oder Heilung. Da mein Denken auch betroffen ist, ist es nicht einfach, die Übersicht zu behalten.

Was sind Faszien?

Faszien sind Weichteil Komponenten des Bindegewebes. Es ist ein den Körper durchdringendes und umhüllendes Netzwerk. Bei mir geht es hauptsächlich um die Tiefen Faszien. Diese sind mit sensorischen Rezeptoren versehen, d.h. sie geben Informationen über den Zustand es Körpers an das Gehirn weiter.

Faszien
Faszien, Bindegewebe

Aus irgendeinem Grund funktioniert das bei mir nicht so wie gewünscht. Es gibt zahlreiche manualtherapeuthische Verfahren, die meinen Zustand unterstützen könnten, sie werden aber von der Krankenkasse nicht anerkannt und nicht bezahlt und für mich alles zusammen zu viel Geld.

So wurde es für mich wichtig das Beste daraus zu machen und Alternativen zu finden. Statt Rolfing oder Osteopathie kommt anderes zum Einsatz. Ich versuche alles mögliche als Alternative für mich umzusetzen und zumindest Ansatzweise etwas zu verbessern. Eine Faszien Rolle verwende ich sehr vorsichtig, um keine Schäden am Bindegewebe zu verursachen. Sie ist noch zuwenig erforscht und ich bin sehr empfindlich.

Faszien Rolle
Faszien Rolle

Keinem psychischen Stress aussetzen

Es ist ein langwieriger Prozess, da ich zusätzlich zu allen Therapien mein tägliches Leben zu meistern habe. In den ersten zwei Jahren war es entscheidend für mich, wieder Gehen zu lernen. Darauf lag mein Focus, denn das brachte mir wieder ein bisschen Unabhängigkeit. Alleine Aufstehen und aufs WC zu gehen war der Anfang für mich, wieder Unabhängig zu sein.

Ich kann zwar wieder Gehen, aber das ändert nichts an der Behinderung. Ein wichtiger Faktor hat sich aber schon bald gezeigt. Durch den Abszess am Thalamus gerate ich schnell unter Stress. Diese dabei entstehenden Stress Hormone bewirken ein Zusammenziehen der Faszien und verhärten. Der Energie- und Nährstofffluss wird unterbrochen und Heilung ist unter solchen Umständen nicht möglich.

Stress beeinflusst die Faszien
Stress beeinflusst die Faszien

Psychischer Druck hat in vielen Bereichen Auswirkungen

Eine positive emotionale Grundstimmung versuche ich immer zu behalten. Werde ich jedoch psychischem Stress ausgesetzt, dann ist es wichtig, so schnell wie möglich, wieder in einen positiven Zustand zu gelangen. Das hat nichts mit reinem positivem Denken zu tun. Das Gefühl und die Emotion dazu ist wichtig. 

Emotionen beinflussen die Faszien

Positiv besetzte Gefühle sind der Schlüssel zur Gesundung. Es sind allerdings noch zu viele Bereiche da, die mich stressen. Die Trennung von meiner Lebensgefährtin war nicht gerade förderlich. Es beschäftigt mich viel mehr, als mir lieb ist und stört meinen Zustand der Gesundung. Ich bin damit seelisch zu sehr gefordert, wie auch mit Terminen, die mir ebenfalls nicht gut tun.

Körperlicher und seelischer Stress hat viel mit meiner Krankheit zu tun, daher versuche ich mich solchem Stress nicht mehr auszusetzen. Passiert es doch, ist danach viel Ruhe und das Verhindern jeglicher Störfaktoren notwendig.

Das kann dann bis zu einigen Tagen dauern, bis mein Nervensystem wieder hergestellt ist. Aus diesem Grund gehe ich dann nicht in die Stadt, unter Menschen oder setze mich Dingen aus, die mir nicht gut tun und mein Gehirn belasten können.

Gehirn

Kann ich mich verbessern?

Die Faszien sind das Stützkorsett für den Körper. Eben weil sie bei mir betroffen sind, fühle ich mich so unstabil und zerbrechlich. Schaffe ich es nicht, eine bestimmte Spannung aufrecht zu halten, dann fühle ich mich ähnlich einer Marionette, die ohne ihre Fäden zusammenklappen würde.

Es ist oft ein Versuch und Irrtum oder ein Erfolg. Also was hilft und was nicht. Es sind aber nicht nur die Faszien alleine, ist doch mein körperliches und geistiges Steuersystem betroffen.

Training

Der mentale Bereich hat ebenfalls einen großen Anteil daran. So haben die vielen Defizite eines gemeinsam. Das seelische und geistige Befinden hat Auswirkungen auf meinen Körper und damit auch auf die Faszien. 

Sie sind, wie schon gesagt, von zahlreichen Rezeptoren durchzogen, die wiederum Nervenanbindungen haben. Sie sind dafür da, dem Körper Rückmeldung zu geben, was sich gerade tut und wo er sich befindet. Sind diese gestört, gibt es keine Rückmeldung und der Körper weiß nicht, was er tun soll.

Meine sind gestört und daher muss ich das Gehen andenken. Es funktioniert nicht automatisch.

Rezeptoren in den Faszien

Mein Gehen und andere Herausforderungen

Weil die Rezeptoren nicht funktionieren, funktioniert so vieles nicht. Mein Bestreben ist es daher, alles zu tun, um diese Sinnes Melder wieder zum Laufen zu bringen. Gerade für das Gehen oder die Bewegung ist das unumgänglich. Ob es wieder funktionieren kann, ist noch nicht absehbar. Es kann noch Jahre dauern, aber es ist auch viel passiert in den drei Jahren. Darum werde ich weiter trainieren.

Training

Die andere Herausforderung liegt im Gehirn selbst. Viele Bereiche und Synapsen sind zerstört worden. Ein weiteres Training liegt darin, wieder Synapsen herzustellen. Viele Wörter fallen mir nicht ein, was das Formulieren erschwert. Ich kann das Gedachte oft nicht in Schrift oder Wort umsetzen.

Synapsen
Synapsen

Der Igelball

Dieser Ball hat und hilft mir noch immer, mehr Gefühl in die Hände und Finger zu bekommen. Es geht langsam, aber ich spüre schon mehr als noch vor einem Jahr.

Mit leichtem Druck rolle ich den Igelball über meinen Oberarm, den Handbereich und die Finger. Er löst dadurch auf der Haut Simultationsreize aus. So sind sensomotorische Massagen möglich. Ziel ist es, wieder mehr Gefühl beim Greifen zu bekommen.

Igelball
Igelball

Wie geht es weiter?

Die Folgen des Hirnabszesses beinhalten so viel, dass ich damit kaum zurande komme. Ich setze mir Schwerpunkte, an denen ich eine Zeit lang trainiere und nehme mir dann den nächsten vor. Die Faszien nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein.

Zweieinhalb Monate beschäftigte mich die Physio- und Ergotherapie unter Aufsicht der Therapeutinnen. Die gelernten Übungen werden mich allerdings noch die nächsten Monate beschäftigen. Denn die Verbesserung geht nur langsam vonstatten.

"NEVER GIVE UP!"


Zweieinhalb Monate Ergo- und Physiotherapie liegen hinter mir. Nicht nur die Tage dort waren intensiv, sondern auch, weil ich natürlich an den anderen Tagen mein Programm zu Hause weitermachte. Es gab eine Plan, was ich wann mache.

Es begann sehr gut und ich fand gleich hinein in das Training. Ich hatte somit eine Zielgerichtete Therapie über einen längeren Zeitraum. Zweieinhalb Monate konnte ich an einer Sache arbeiten.

Das ist der Vorteil gegenüber einer stationären Reha, wo sehr viele Therapien auf einen eintreffen und mich dementsprechend erschöpfen.

Physio

Ergotherapie

Einmal in der Woche war Ergotherapie angesagt. Haupttätigkeit für meine Therapeutin und mich war, die Feinmotorik zu verbessern und vernetztes, verschränktes Denken zu fördern.

Ich lernte viele neue Möglichkeiten, mein Gefühl in den Fingern zu verbessern. Das wirkt nicht sofort, sondern erfordert längere Zeit des Übens. Besonders die Finger Tätigkeit ist mir ein Anliegen. Zu alldem heißt es jetzt weiter trainieren.

Denken

Das Denken war besonders anspruchsvoll. Noch immer reichen Puzzlespiele um mich an meine Grenze zu bekommen. Besonders verschränktes Denken trainierten wir. Techniken um weiterführendes Denken zu ermöglichen.

Nach einer Stunde war mir so, als ob ich einen Knoten im Gehirn hätte. Erschöpft, als ob ich in der Kraftkammer gearbeitet hätte, ging ich nach Hause.

Physiotherapie

Ergo und Physiotherapie waren an verschiedenen Tagen, weil jede Einheit sehr intensiv war. Ich lernte Übungen für die Kräftigung und zum Entspannen. Besonders die Kraft ist ja ein riesiges Manko.

Ich merkte Verbesserung, aber nicht zu große. Erfolg wird sich erst in den kommenden Monaten nach regelmäßigen Arbeiten einstellen.Auf jeden Fall habe ich jetzt genug Übungen für die nächsten Monate.

Besonders das Gang-ABC wird interessant. Ich spürte das es sehr gut tat, es aber nicht vertrage. Die schnellen Bewegungen machten meinen Körper sehr müde. Jetzt, drei Wochen später, muss ich mich noch immer erholen. Das heißt für mich ein nur langsames herantasten. Alles schnellere bleibt mir noch immer verwehrt.

Übersteiger Physiotherapie

Resultat von fast drei Monaten Arbeit

Verbesserungen habe ich gemerkt, aber es liegt noch viel Arbeit vor mir. Es war gut, wieder Input von außen zu bekommen. So kann ich wieder gezielter an mir arbeiten. Allerdings hat es mich doch wieder sehr gefordert. Erst einmal ist aktive Erholung angesagt.


Mit dem Abszess am Thalamus hat für mich vor drei Jahren ein neues Leben begonnen. Mit "neu" sind zwei Dinge gemeint. Ich muss alles neu lernen, von der Bewegung bis zum Denken. Mit dem anderen ist gemeint, dass ich akzeptiere, dass nichts mehr ist wie zuvor.

Auch der Geist brauchte einen Neustart und ihn mit meinem Körper wieder zusammen zu bringen. Das ist das schwierigste Unterfangen. Nicht nur im Kopf daheim zu sein, sondern auch Emotional und mit Gefühlen.

Vor dem Krankenhaus
Vor dem Krankenhaus

Der Thalamus bringt mein Leben ans Limit

Dieser Tage wurde es mir wieder bewusst gemacht, dass mein Gehirn noch enormen Aufholbedarf hat und mich schnell ans Limit bringt. Das etwa Nuss große Abszess hat einen großen Bereich meines Gehirns unwiederbringlich zerstört. Dummerweise am Thalamus, dem Steuersystem des Körpers.

Es ist nicht nur zuständig für die Koordination der Bewegung, sondern beinhaltet auch die Steuerung der Emotionen und Gefühle. Gründe genug, warum ich so schnell an mein Limit stoße. Gerade das in so vielen Bereichen Nicht-Denken können, hat enorme Folgen.

Synapsen stellen Kontakt zu anderen Zellen her. Viele wurden zerstört und es gelang mir bisher nur einen kleinen Teil wieder herzustellen. Erfolge beruhen fast nur darauf, wieder Synapsen zu bilden.

Abgrenzen

Aufkommende negative Belastungen rechtzeitig zu erkennen und mich konsequent davon abgrenzen, ist eine wichtige Lernaufgabe.

Abgrenzen

Ich habe schon öfters über den Zustand der positiven emotionalen Stabilität geschrieben. Heilung ist nur in solch einem Zustand möglich. Es hat zum Beispiel keinen Sinn, widerwillig ins Fitnessstudio zu fahren und dort lustlos Gewichte zu stemmen, um die körperliche Fitness zu verbessern. Freude ist ein unumgänglicher Punkt, um Gesund zu werden, egal was ich mache. Keine Freude, kein Gesund werden.

Genauso belastend sind für mich Termine bei Behörden und Ämtern. Ich muss mich so konzentrieren, dass ich danach wie gerädert bin und das für mehrere Tage. Ich muss genau überlegen, was kann ich mir zumuten und was nicht. Und es ist weniger, als was ich oft glauben möchte.

Mein Weiter-kommen

Es ist ein Millimeterweises Vorwärtstasten in allen Bereichen und erfordert Zeit und Disziplin. Meine ganze Konzentration gilt dem Gesund werden und mein Focus soll darauf gelegt sein.

Besonders im Denken gilt es, mich enorm zu verbessern. In der Bewegung eingeschränkt zu sein verstehe ich und eine gewisse Mobilität wird immer möglich sein. Dazu wäre es egal ob ich Gehen kann oder im Rollstuhl sitze.

Aber gewisse Dinge nicht denken zu können, behindert einem im Alltag doch mehr als man glaubt.

Denken?

Behindert oder Verhindert

Für viele Behandlungen übernimmt die Krankenkasse keine Kosten, als Beispiel weder für Ostheopathie noch Cranio-Sakral-Therapie. Weiters gibt es noch viele alternative Therapien, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Es wird noch viel Wasser die Mur hinunter rinnen, bis sich daran was ändert. Ich fühle mich nicht behindert, sondern verhindert.

Mein neues Leben erfordert viel Training für meine Rehabilitation. Dieses "mehr" beinhaltet natürlich auch Nichtstun. Das ist genauso wichtig wie das Tun.

"Es gibt nicht nur den äußeren Teil einer Behinderung, den jeder Außenstehender sofort erkennt. Von den unsichtbaren Behinderungen bekommen die wenigsten etwas mit."

Monica Lierhaus

Da kommt oft die Frage auf, wenn ich eh soviel tue, dann bin ich eh bald wieder hergestellt. Aber das ist für einen normalen Menschen nur schwer verständlich. Die Nerven haben ihre eigene Zeitrechnung und können in ihrem Heilungsverlauf nicht künstlich beschleunigt werden. Bei mir bekommt selbst der Spruch "Schritt für Schritt", eine eigene Bedeutung.

Man kann es nur bedingt mit anderen Krankheiten vergleichen, es gibt kaum Erfahrungswerte. Natürlich wird auf die Auswirkungen therapiert, aber über die Folgen gibt es kaum Erfahrungen. Die gibt es nur darin, was man bei bestimmten Defiziten machen kann und diesen Empfehlungen folge ich. Ob es Verbesserungen bringt, kann ich nur ausprobieren.

Training

Ruhe und Harmonie

Schlussendlich geht es aber nur darum, den Energiefluss wieder in Harmonie zu bringen. Egal ob durch Schul- oder Alternativmedizin, es kann beides helfen. Aber alle Therapien helfen nicht darüber hinweg, dass es lange dauern wird. Bei mir gilt wirklich eine andere Zeitrechnung.

Ruhe und Erholung spielen eine große Rolle, um meinen Organismus wieder zum Funktionieren zu bringen. Dazu gehört eine positive Einstellung, seelische Ausgeglichenheit und Geduld.


Die letzten Wochen wurden aufgrund der Therapien sehr anstregend für mich. Ein Ausflug am Sonntag sollte mich wieder einmal der Stadt näher bringen. Seit dem Hirnabszess kann ich mich nur langsam an den Stress der Stadt gewöhnen.

Es hat nämlich einen besonderen Grund, warum ich gerade am Sonntag in die Stadt gehe?

Sonntag in der Herrengasse
Ein Sonntag in Graz

Warum Sonntag?

Ganz einfach gesagt, es ist weniger los. Die Stadt stresst mich nach mittlerweile drei Jahren noch immer. Ich bin immer hin- und hergerissen zwischen dem, mich daran zu gewöhnen und das es mir nicht guttut. Schritt für Schritt und versuchen mich nicht zu überfordern.

Ich kann die vielen Eindrücke noch nicht verarbeiten und bin dementsprechend gestresst. Besuchte ich früher gerne Städte, ging in Museen und beobachtete das Treiben, vermeide ich es jetzt. Ich möchte aber in keine Vermeidungstaktik verfallen, daher setze ich mich immer wieder dem Bewusst aus.

Mitten durch die Herrengasse in Graz ist seit drei Jahren ein Horror für mich. Trotzdem wollte ich wieder einmal hin und was lag da näher, als es an einem Sonntag zu versuchen.

Graz

Straßenbahn und Grün

Es waren nicht viele Menschen unterwegs und ich genoss es, durch die Herrengasse zu flanieren. Unter anderem bekam ich in der Ergotherapie die Aufgabe, ohne nachzudenken oder an die Defizite zu denken, mich einfach wohlzufühlen.

Das funktionierte Streckenweise, aber nicht immer. Zu viele Fallen lauerten, auf die ich aufpassen muss. Mein System war meist in Alarmbereitschaft. Es auszuschalten ist mir nicht möglich. Ich kann mich nur "Step by Step" an etwas gewöhnen. Das passiert aber in einer für mich kaum wahrnehmbaren Langsamkeit.

Grünraum in Graz

Das Grün fehlt mir in der Stadt und komischerweise wird es plakatiert. Die Werbeindustrie nützt dieses Manko, den Menschen damit einzufangen. Eine Studie darüber wäre interessant, ob Menschen auf solche Werbung in der Stadt oder am Land gleich reagieren.

Sonntag in Graz

Für mich hat es auf jeden Fall einen schalen Beigeschmack. Grünräume werden immer mehr verbaut und hier und dort ein neu gepflanzter Baum oder anderes Grünzeug, soll über das Verschwinden hinweg täuschen.

Meditieren

Ich halte es ja doch nicht lange in der Stadt aus, daher verziehe ich mich bald in den Stadtpark. Es ist mein liebster Fluchtplatz in der Stadt, wenn wieder alles zu viel wird. Ich muss dann im Gehirn abschalten von all den vielen Eindrücken.

Diese Statue steht im Park und erinnert mich daran zu meditieren. Ich brauche aber nicht zu sitzen, ich bevorzuge die Geh-Meditation. Das war schon am Jakobsweg so, dass ich die meiste Zeit meditierend im Gehen verbrachte.

Meditieren am Sonntag in Graz

Der Rosenhain

Durch die sehr intensive Physiotherapie besuchte ich nach der Herrengasse die Grünflächen der Stadt. Es war eine Abwechslung zu den Wäldern rund um Judendorf und der Versuch, mich an Neues zu gewöhnen. Ich war schon lange nicht mehr dort und wollte unbedingt wieder einmal hin.

Die vielen Teiche mitten im Wald, geben meinem Gehirn die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Die Stadt forderte mich mehr als gedacht.

Der Wald

Soll ich oder soll ich nicht

Ein großer umgefallener Baumstamm ragte weit in den Teich. Er forderte einen heraus, auf ihm zu Balancieren. Es ist eine meiner Hauptaufgaben, meine Muskeln und Gelenke zu stärken, um mein Gleichgewicht besser halten zu können.

Rosenhain

Ich balancierte am Rand, aber weiter hinaus, traute ich mich nicht. Zu groß ist die Gefahr ins Wasser zu fallen. Dieses Vertrauen habe ich noch nicht in mich. Es war ein Test, was traue ich mir zu und was nicht. Das war definitiv noch eine Nummer zu groß für mich.

Sonntag am Rosenhain

Aber ich habe ein Ziel entdeckt. Am Rand führen Baumstämme im Wasser entlang. Darüber zu balancieren ist mein neues Zwischenziel. Vielleicht an einem warmen Sommertag, wo es nicht so schlimm wäre, wenn ich nass werde.

Zwischenziele und Fernziele

So erhalte ich immer wieder Zwischen- und Fernziele. Hier einige, die sich in mir festgehalten haben.

  • Balancieren am Teich
  • Pilgerreise Camino Norte
  • ein Buch schreiben
  • einen Film machen
  • Surfen
  • Paragleiten
  • Laufen
  • Trailrunning

Zugegeben, vieles davon sind noch Träumereien. Aber der Traum ist nur eine andere Wirklichkeit.

Ein Hauptziel bleibt allerdings, wieder meinen Alltag bewältigen zu können.


Seit zwei Monaten unterziehe ich mich einer Ergo- und Physiotherapie mit Gang-ABC. Mein Ziel ist es, den Körper zu kräftigen und zu stabilisieren. Der Hirnabszess und seine Auswirkungen auf die Nerven lässt mich nur langsam in allem weiterkommen.

Wöchentlich mache ich zwei Einheiten, das hat den Vorteil, dass ich genug Zeit habe, mich zu verbessern. Damit kann ich meinen Bewegungsablauf besser kontrollieren lernen, als in einem mehrwöchigen stationären Aufenthalt, wo zu viel Druck dahinter ist. Ich stehe unter Beobachtung meiner Physio- sowie Ergotherapeutin, die auf Veränderungen über einen längeren Zeitraum besser reagieren können.

Gang-ABC

Gang-ABC

Das Gang-ABC ist sehr anstrengend. Das Gleichgewicht bereitet mir noch Schwierigkeiten und ich gehe immer wieder an die Grenze. Der Schwindel ist noch immer allgegenwärtig.

Die Koordination ist besonders wichtig und erfordert meine ganze Aufmerksamkeit. Manche Übungen sind so anspruchsvoll, dass ich mit dem Denken kaum nachkomme. Meine Physiotherapeutin führt mich aber genau richtig dosiert heran. Nicht nachdenken müssen über die Bewegung wäre besser, ist aber nur langsam möglich, wenn überhaupt.

Das Ziel soll ja sein, wieder einen vermehrten Automatismus in meinen Bewegungsablauf zu bringen. Noch funktioniert aber nichts ohne Denken, jede Bewegung muss angedacht werden.

Gang-ABC

Geduld ist erforderlich, mit dem Gang-ABC

Geduld, Geduld und nochmals Geduld, ist erforderlich. Dessen muss ich mir nach wie vor bewusst sein. Was nicht leicht ist, denn der betroffene Thalamus ist das Tor zum Bewusstsein. Dadurch habe ich das Denken ebenfalls zum Lernen.

Es heißt einen Weg für mich finden, der es mich verstehen lässt, damit umzugehen. Ich bin manchmal ganz verwirrt über das, was ich denken soll, muss und möchte.

Eigentlich ist das Ziel nicht zu denken und widerspricht dem, eben auch wieder Denken zu lernen. Dabei den Mittelweg zu finden, ist für mich noch schwer, daher der Wunsch, nach mehr Automatik. Mit dem Gang-ABC trainiere ich nicht nur den Körper, sondern auch den Geist.

Den Nerven Zeit lassen

Es sind jetzt drei Jahre seit dem Hirnabszess vergangen und noch immer soll ich mir Zeit lassen. Das ist schwer in den Kopf zu bekommen, auch jetzt noch. Als Sportler war ich gewohnt, mit einem bestimmten Aufwand, in einer bestimmten Zeit, etwas zu erreichen. Das gilt jetzt nicht mehr.

Das ist jetzt ist so fern von allem. Als ob keine Regeln mehr Gültigkeit haben. Oft muss ich darüber lachen, denn anders wäre es nicht zu verkraften. Und das kann ich zum Glück, besonders wenn ich wieder besonders tollpatschig reagiere.

Hirnabszess

Der Batteriehase

Ich bin wie der Duracell-Batteriehase aus der Werbung. Nach so einer intensiven Einheit wie der Physiotherapie bleibe ich ähnlich dem Hasen einfach stehen. Dann geht gar nichts mehr. Meine Energie ist alle.

Batterie
Over and out

Es war ein herrlicher Tag, und nach der Therapie wollte ich noch ins Café gehen, um den Tag und die Wärme auszukosten. Davor legte ich mich zuhause nur kurz hin, so zumindest der Plan. Diese kleine Ruhepause dauerte allerdings bis zum nächsten Tag, denn ich war nicht mehr fähig aufzustehen. Das Üben hatte meine gesamte Energie verbraucht.

So ist mein Alltag noch immer stark von meinem körperlichen Zustand bestimmt. Deshalb passe ich genau auf, was ich mache und wie ich meine Kräfte einteile. Denn meine Zeit – und vor allem meine Energie – sind täglich noch immer begrenzt. Trotzdem darf und soll nicht jede verfügbare Minute der Therapie gehören. Ich muss auch wieder lernen zu leben. Genau das ist jedoch nicht einfach, wenn der Körper so klare Grenzen setzt.

Und doch macht es Freude, an mir zu arbeiten. Es macht Spaß, Fortschritte zu spüren und Wege zu finden. Dabei darf ich nur eines nicht vergessen: über all dem Üben das Leben selbst nicht aus den Augen zu verlieren.



Persönlicher Hinweis:
Ich lebe seit einem Hirnabszess mit bleibenden neurologischen Einschränkungen. Diese betreffen unter anderem meine körperlichen Möglichkeiten, meine Belastbarkeit, mein Denken und mein Tempo. Alles, was ich hier schreibe, entsteht aus dieser Lebensrealität heraus und ist nur vor diesem Hintergrund vollständig zu verstehen.


Ein Ausflug zum Wasserfall in Peggau brachte mir viele Erinnerungen wieder. Meine Familie und ich lebten dort für 10 Jahre und meine Kinder wuchsen dort auf.

Da die letzten Wochen so sehr mit Therapien belegt waren, nutzte ich diese seltene Möglichkeit für einen Ausflug. Da ich nicht Mobil bin, war es eine willkommene Abwechslung.

Ich konzentrierte mich die letzte Zeit sehr auf die Kräftigung meiner Beine und das Gleichgewicht, daher war meine Gehfähigkeit eingeschränkt.

Der Märchenweg

Einer meiner Lieblingswege führt in Peggau zum Wasserfall. Los ging es für mich beim Kreisverkehr. Ich wollte auch ein wenig von Peggau sehen, in dem sich einiges in den Jahren veränderte.

Der Wanderweg zum Wasserfall war in Märchenweg umbenannt. Da meine Kondition nicht sehr gut ist, sollten diese fünf Kilometer reichen. Mehr traute ich mir nicht zu.

Wasserfall Peggau

Wald und Wiese

Ich genoss den Duft am Waldrand und es war eine Wohltat für die Seele. Alles war grün, ein großer Unterschied zu wenigen Wochen zuvor. Es regnete leicht, aber was war schon Regen gegen die fünf Monate, die ich im Krankenzimmer verbracht habe. Außerdem fühle ich mich nicht nur bei Sonne wohl, sondern auch bei Regen.

Der Wald hat eine wichtige Bedeutung für meine Rehabilitation. Nur dort kann ich meinem Nervensystem die Erholung geben, die es braucht und die Wahrnehmung ist weit besser als in der Stadt.

Im Wald

Bergauf, Bergab

Bis zum Wasserfall geht es bergauf, bergab dahin. Die Steigungen waren überraschend beschwerlich und nur mit Pausen möglich. Schritt für Schritt ging ich schnaufend nach oben. Teilweise war ich so langsam, dass ich mit dem Gleichgewicht Probleme bekam.

War war los? War ich schlecht drauf, ging es mir nicht gut, weil ich von den Therapien müde war?

So ließ ich es langsam angehen und genoss das Grün des Waldes und der Wiese.

Im Wald

Der Wasserfall und die Ionen

Es war ein tolles Erlebnis, nach vielen Jahren wieder einmal den Wasserfall zu sehen. Sie üben eine besondere Anziehung auf mich aus.  

Durch den Fall zerstäubt das Wasser und die Luft wird Ionisiert. Diese feinsten Partikel werden durch das Atmen aufgenommen und gelangen in die Lunge. Das hat eine gesunde Wirkung auf den Organismus. Im Labor künstlich hergestellte Ionisierung ist 200 mal größer als in Natur.

Es war sehr kühl, deswegen brauchte ich Anorak, Handschuhe und Haube. Der feine Sprühregen hatte so nicht viel Möglichkeiten, an meine Haut zu gelangen. Es wurde aber auch so ein großartiges Erlebnis.

Ich meditierte ein wenig, setzte mich an den Wasserfall und ließ mich vom Wasser verzaubern.

Wasserfall Peggau
Wasserfall Peggau

Schnecken am Weg

Am Rückweg befanden sich einige Schnecken am Weg. Sie symbolisieren meinen Weg, denn gerade bergauf bin ich langsam wie eine Schnecke. Als Krafttier hat sie eine besondere Botschaft für mich.

Eile mit Weile - haste nicht! Das ist kurz gesagt die wichtigste Botschaft für mich.

Die Schnecke trägt ein Haus am Rücken, wo sie sich zurückzieht und dich auffordert dies in regelmäßigen Abständen auch zu tun. Sehr passend auf meine jetzige Lebenssituation.

Krafttier Schnecke

Ein gelungener Tag

Ich war zwar konditionell nicht so auf der Höhe, aber es tat so gut, wieder einmal etwas neues zu sehen und zu erleben. Ich mache viel um weiter zu kommen, aber noch haben mich die Folgen des Hirnabszesses im Griff. Es wird noch länger dauern, bis ich zurück im Leben bin.


Eine Trauma Verarbeitung war mir bisher nicht möglich. Es hängt sehr viel daran, ist aber mit Stress verbunden, dem ich mich noch nicht aussetzen soll. Seit dem Krankenhaus schützt mich mein Gehirn davor, über belastendes nachdenken zu können. Ich kann rational darüber sprechen, aber ich kann keine Emotion dazu aufbauen.

Das zu akzeptieren ist nicht leicht, bin ich doch im Denken zu sehr behindert. Es gelingt mir nicht, vernetzt oder aufbauend zu Denken. Ich arbeite sehr intensiv in der Ergotherapie daran. Einfache Übungen helfen mir, wieder vernetzt denken zu lernen. Es kann gleich anstrengend sein, wie im Fitnessstudio zu trainieren. Mein Gehirnmuskel verwindet sich dabei. Danach bin ich fix und fertig.

Ein Trauma kann ein so intensives Ereignis sein, dass das Gefühl von Sicherheit, Vertrauen, Wert und Weltansicht beschädigt wird. Die Verarbeitung kann schwierig sein. Bei mir saß der Abszess am Thalamus, also wurde sowieso meine ganze Gefühlswelt und Bewegungskoordination beschädigt. Daher brauche ich Zeit, um alles zu verarbeiten und wieder auf gleich zu bringen.

Würfel

Heilung ist nur in einem positiven Umfeld möglich

Natürlich ist eine Aufarbeitung notwendig, aber alles zu seiner Zeit. Ich kann darüber rational reden, es ist aber unmöglich, es Emotional zu verstehen oder zu bearbeiten. Meine große Herausforderung ist es daher, mich aus allen Zuständen von Stress herauszuhalten und es trotzdem langsam aufzuarbeiten.

Deshalb ist die Freude so wichtig geworden. Denn alles wo Freude dabei ist, bereitet es mir keinen Stress. Sie ist mein Gradmesser, denn Heilung ist nur in einem positiven Umfeld möglich. Daher muss ich darauf schauen, dass ich mich möglichst oft in einem positiven Umfeld aufhalte.

Mein emotionalster Tag

Einer meiner emotionalsten Tage der letzten drei Jahre war der Tag im Krankenhaus, als ich abgeholt wurde. Denn die fünf Monate davor waren etwas, dass ich niemanden wünschen möchte. Ich erlebe es gedanklich, als wäre es gestern. Unter der Sonne erstmals wieder im Gras zu sitzen war unfassbar. Ich wusste nicht, ob ich wieder aufstehen konnte, aber ich war glücklich wie kaum zuvor. Ich werde nie den Moment vergessen, wie ich mit den Fingern durchs Gras streifte.

Ich hatte überlebt und war auf dem Weg nach Hause zu meinen Kindern. Fünf Monate lagen hinter mir, ich konnte aber nicht daran denken. Nur den Tränen lies ich freien Lauf. Irgenwie packte ich das alles nicht und verstand gar nichts. Und dann kam das Auto um die Ecke, dass mich abholen kam. Noch ahnte ich nicht, dass mir noch so viele Jahre bevorstehen sollten, die mich immer wieder an meine Grenze bringen sollten.

Eine Trauma Verarbeitung ist erst seit wenigen Monaten möglich. Sehr geholfen hat mir das Schreiben, um vieles zu verstehen versuchen.

Vor dem Krankenhaus

Soziale Zugewandheit

Ich muss aber aufpassen, nicht zuviel darüber nachzudenken. Es sind viele Dinge im Umfeld passiert, wo ich dazu keine Emotionen zulassen sollte. Sie bringen meine Zellen dazu, sich zu verschließen. Ein Wissenschaftler erklärt es damit, das der Mensch eine sogenannte soziale Zugewandheit benötigt.

WIKIPEDIA beschreibt Stress so: Das Auftreten von Stress bedarf jedenfalls einer sinnlichen Wahrnehmung des stress-auslösenden Reizes sowie einer nervlichen Weiterleitung eines solchen Reizes an eine reizverarbeitende Region des Körpers. Begleiterscheinung auf biochemischer Ebene ist dabei meist die Ausschüttung von Stresshormonen und anderen Sekreten aus Drüsen.

Eine Erkenntnis dafür ist auch:

"Nur wenn wir gesund sind und fühlen, fördern Nerven den erwünschten Kontakt, Kommunikation sozialer Zugewandheit und das soziale Engagement."

Stanley Rosenberg
Im Stress ist Trauma Verarbeitung nicht möglich

Stress kann nicht nur körperlich entstehen, sondern auch psychisch. Diesem können wir uns oft kaum entziehen. Daher muss ich ihn auf ein Minimum reduzieren und meine Gedanken in einem stabilen, positive emotionalem Umfeld zu halten versuchen. Rückzug ist oft die einzige Möglichkeit mich dem zu entziehen.

Die Kunst ist es, diesen Zustand zu erkennen, damit eine erfolgreiche Reizweiterleitung möglich ist. Im Fitnessstudio sind zum Beispiel genug lange Pausen sehr wichtig. Nur dann kann ein Reiz optimal weitergegeben werden. Arbeiten von Weltklasse Trainern im Sport haben mir da viel Input gegeben.

Allerdings bin ich Stress schnell ausgesetzt. Viele Lebenssituationen lassen mich in einen Zustand verfallen, der mir nicht gut.

Emotionen

Emotionale Sicherheit

Zu einem positiven Umfeld gehört auch Emotionale Sicherheit dazu. Nur wenn ich mich gut aufgehoben fühle, können sich meine Nerven entspannen und Heilung zulassen. Dieser Aspekt wird oft nicht beachtet. Kleinste Dinge lassen meine Nerven sich wie eine Muschel verschließen. Es kann Tage dauern, bis die Nerven sich wieder öffnen, sodas wieder ein heilbarer Raum entsteht.

Aus diesem Grund versuche ich alles Negative von mir fernzuhalten. Mein Gehirn ist durchlässig für alle Eindrücke, es kann nicht unterscheiden zwischen gut und schlecht. Es lässt alles ohne Filter durch. Diese Hochsensibilität kann Seegen und Alptraum zugleich sein. Man nimmt feinste Gefühlsregungen und Emotionen wahr, auch von anderen. Deshalb ist es so schwer, sich unter vielen Menschen aufzuhalten. Man kann die vielen Eindrücke nicht verkraften.

Es ist mit Bällen und einem grobmaschigen Netz vergleichbar. Alle Eindrücke fallen durch und belasten dadurch meinen Organismus. Damit weniger durchfallen, brauche ich ein engmaschigeres Netz. Das habe ich zum Lernen. Der einzige Schutz vor Überforderung ist derzeit ein komplettes Abschalten der Gefühle. Es gibt nur Ein oder Aus, aber keine Differenzierung ist möglich.

Trauma Verarbeitung

Möglichkeiten der Trauma Verarbeitung

Meine Rehabilitation ist noch lange nicht abgeschlossen. Ich merke auch jetzt noch, nach und nach, die sich veränderten Folgen. Diese Ausnahmesituation dauerte lange, in der mein Organismus stark belastenden und seelischen Vorfällen ausgesetzt war. Eigentlich noch bis heute.

Ein Teil sind Vermeidungstaktiken, zum Beispiel in der Bewegung, die ich angenommen habe. Es dauert länger als gedacht, sie wieder abzulegen. Das geht nur, wenn ich wieder Vertrauen und Sicherheit gewinne.

Mein in mehr als 20 Jahren erworbenes Wissen um die Gesundheit ist noch da. Es fehlen aber viele Synapsen, auf dieses Wissen zuzugreifen. Es ist zwar ein Wissen um größere Zusammenhänge in mir, aber ohne es genau bestimmen zu können. Die Einzelheiten fehlen. Ich kann mich nicht ausdrücken.

Vernetztes Denken in mehrere Richtungen

Es ist noch ein weiter Weg zurück ins Leben. Ich darf nicht denken, sofort wieder die Kontrolle über mein Leben erlangen zu müssen. Ich darf mir Zeit zum Ausruhen und Erholung geben. Struktur in mein Leben zu bekommen ist wichtig.

Mein Gesund werden sehe ich als meinen Beruf. Meine Therapien und Übungen versuche ich genau einzuteilen.



Persönlicher Hinweis:
Ich lebe seit einem Hirnabszess mit bleibenden neurologischen Einschränkungen. Diese betreffen unter anderem meine körperlichen Möglichkeiten, meine Belastbarkeit, mein Denken und mein Tempo. Alles, was ich hier schreibe, entsteht aus dieser Lebensrealität heraus und ist nur vor diesem Hintergrund vollständig zu verstehen.


Die richtige Ausrüstung für den Jakobsweg zu finden, ist gleichzeitig Therapie für mich. Genau zu wissen, was ich brauche, erfordert ein Denken, welches mir eigentlich noch fehlt. Es muss alles bedacht sein, denn immerhin muss ich alles selber tragen.

Eines war für mich gleich klar. Das Gewicht spielt eine große Rolle, für mich noch mehr. Früher habe ich auch schon großen Wert auf das Gewicht gelegt, nach dem Hirnabszess bekam es aber eine noch größere Bedeutung, jeder Kilo wiegt für mich dreifach.

Ausrüstung

Die Ausrüstung

Verschiedene Teile der Ausrüstung sind mir vorgegeben, denn ich habe sie noch aus meiner Zeit vom Trailrunning. Damals legte ich besonderen Wert auf das Gewicht, denn umso leichter, umso weniger zu tragen.

Die Packliste dient mir als Leitfaden für minimalistisches Wandern. Es kann natürlich das eine oder andere ergänzt oder weggelassen werden.

Das Gewicht

Ich muss bei jedem Stück das Gewicht beachten. Ich habe jetzt die Erfahrung von zwei Reisen, was sich gut bewährt hat und was nicht gepasst hat.

Die neurologischen Folgen des Hirnabszesses lassen mich das Gewicht eines Rucksacks viermal so schwer fühlen. Ein 5 kg Rucksack ist für mich so schwer wie einer mit 20 Kilogramm. Jedes Gramm ist daher bedeutend, was ich weniger zum Tragen habe.

Rucksack

Der wichtigste Teil, der Rucksack

Auf meinen bisherigen zwei Reisen am Camino Frances (Stand 2019) verwendete ich zwei verschiedene Rucksäcke. Beim Ersten mal verwendete ich einen neun Jahre alten Leichtrucksack. Es war einer der ersten auf dem Markt und ich kaufte ihn vor einer Bike und Hike Tour der Radzwillinge in den USA, vom Death Valley auf den Mt.Whitney.

Er wog 500 Gramm, hatte eine minimierte Rückenpolsterung und Gurte und fasste etwa 35 Liter. Ideal für den Jakobsweg, auf Dauer aber für meine Schwache Muskulatur nicht so gut.

Daher wechselte ich am zweiten Teil, der über die Berge führte, auf einen Lauf-Rucksack um. Er war mit 880 Gramm etwas schwerer, hatte aber wesentlich bessere Tragegurte, Polsterung und Verstaumöglichkeiten. Allerdings auch ein Fassungsvermögen von 40+ Litern, was an für sich zuviel ist.

Rucksack

Nach meiner Rückkehr suchte ich nach einer leichteren und kleineren Alternative. Bei einem Angebot konnte ich nicht widerstehen. Es ist die kleinere Variante des Peak 40, nämlich der Peak 30. Er wiegt nur 545 Gramm und mit der gleichen Ausstattung wie die größere Variante.

Da ich sowieso minimalistisch unterwegs bin, reichten 30 Liter Fassungsvermögen. Er hat das gleiche Gewicht wie mein 9 Jahre alter Rucksack, allerdings eine modernere Ausstattung.

Die Hosen

Minimalistisch, leicht, klein verstaubar und schnell trocknend sind die Grundvoraussetzungen. Eine Wander-Hose ohne Gürtel bevorzuge ich, dazu für den Abend eine leichte lange Lauf-Hose. Die nehme ich im Falle eines Kälteeinbruchs auch für unter der Wander-Hose.

Für sehr warme Tage verwende ich eine kurze Lauf-Short mit Inlet und Seitentaschen. Ergänzt wird es noch um zwei schnell trocknende Sport-Unterhosen und einer Regenhose. Alles bei einem Gesamtgewicht von 760 Gramm.

Jacken und Leibchen

Hier versuche ich viel Gewicht einzusparen, aber trotzdem gegen Regen geschützt zu sein.

Eine leichte Goretex Jacke mit 250 Gramm, soll gegen den Regen schützen. Eine Alternative wäre ein Regenschirm. Dazu eine leichte Fleecejacke mit 350 Gramm, im Fall von Kälte muss ich eben alles, was ich habe anziehen.

Zwei Leibchen reichen, denn das Verschwitzte wird täglich gewaschen. Ich hatte beim Ersten mal drei Leibchen dabei, aber es stellte sich heraus, dass zwei vollauf genügen. Dazu noch ein langes Unterleibchen, für kühlere Tage zur Sicherheit.

Sollte was kaputtgehen oder es doch kälter als gedacht sein, so gibt es in jeder größeren Stadt die Möglichkeit etwas zu kaufen.

Leibchen und Hosen
Leibchen und Hosen

Schuhe und Socken

Die perfekten Schuhe sollte man nicht ändern. Mich haben bisher immer Speedcross begleitet. Trotzdem habe ich mich entschlossen, dieses Mal etwas anderes zu nehmen. Ich habe mich für Hoka entschieden. Sehr leicht und mit einer hervorragenden Dämpfung. Damit sollte ich gut klarkommen.

Eigentlich wollte ich gerne Barfuß-Schuhe verwenden, aber meine Gelenke und Sehnen sind noch nicht so belastbar und die Gewöhnung daran dauert bei mir zu lange.

Für die Herbergen und als Reserve nahm ich normale Crocks mit.

Als Socken nehme ich Wright Socks, mit ihnen habe ich das letzte Mal hervorragende Erfahrung gemacht. Zwei Paar würden reichen, ich nehme aber ein drittes Paar als Reserve mit.

Socken und Schuhe wiegen zusammen 1.060 Gramm.

Schlafsack und sonstige Ausrüstung

Stirnlampe

Mein altbewährter Schlafsack von Northland wird mich wieder begleiten. Aus Daune und nur 420 Gramm schwer, ist er auch für kühle Temperaturen geeignet. Dazu kommen Taschenmesser, Stirnlampe, Packbeutel und Regenhülle.

Macht zusammen 627 Gramm.

Kulturbeutel

Kulturtasche

Zahnbürste, Zahnpasta und Seife. Ein Reisehandtuch, Kamm und besonders wichtig, Blasenpflaster. Einweg-Kontaktlinsen trage ich an besonders sonnigen Tagen, kombiniert mit einer guten Sonnenbrille. Ich bin sehr lichtempfindlich seit dem Hirnabszess und möchte nicht darauf verzichten. Dazu kommen eine Soft-Flask Trinkflasche und Sonnencreme.

Mit weiteren Kleinteilen wie Duschgel und Rasierer komme ich auf ca. 500 Gramm.

Elektrisches Zeug und Dokumente

Ein Handy ist Pflicht, allerdings mit limitierten Einschaltzeiten. Die Kompaktkamera Lumix DC-TZ91 nimmt einigermaßen gute Bilder auf. Dazu ein USB-Charger mit 2 bis 4 Anschlüssen und diverse Ladekabel.

Elektronisches Equipment

Da ich das nächste Mal mehr Schreiben möchte, überlege ich ein 6" Handy oder ein Tablet mit Tastatur mitzunehmen. Ein kleines MacBook Air 11" oder ein Microsoft Surface wäre die Alternative. Zwar besser zum Schreiben, aber auch ein höheres Gewicht von 700 Gramm bis 1 kg.

Schreiben

Wichtig ist der Pilgerausweis, ein Reiseführer und Reisepass und EC Karte.

Den Abschluss macht ein kleiner Stein, den ich in Finesterre oder Muxia ablegen werde.

Das Gesamtgewicht

Alles zusammen wiegt nicht ganz 6 Kilogramm.

Davon bleibt rund 4,5 Kilogramm im Rucksack zum Tragen über, den Rest trage ich am Körper. Dazu kommen noch Wasser und Verpflegung. 

Diese Ausrüstung beinhaltet alles, was ich zum Leben brauche. Ich könnte damit noch die nächsten Jahre unterwegs sein.



Persönlicher Hinweis:
Ich lebe seit einem Hirnabszess mit bleibenden neurologischen Einschränkungen. Diese betreffen unter anderem meine körperlichen Möglichkeiten, meine Belastbarkeit, mein Denken und mein Tempo. Alles, was ich hier schreibe, entsteht aus dieser Lebensrealität heraus und ist nur vor diesem Hintergrund vollständig zu verstehen.


Ein Pilgertag als Therapie!

Mein Leben bestand bisher nur aus Therapie. Drei Jahre sind aber genug und diese Zeit habe ich mir auch gegeben. Man sagt, dass die ersten zwei Jahre in der Neurologie besonders wichtig sind.

Eine neue Aufgabe besteht darin, zwischen Leben und Therapie zu unterscheiden. Der Weg zur Jakobus Kirche in Thal war ideal dazu.

Pilgern als Therapie

Auch Leben habe ich wieder zu lernen

Das ist nicht einfach, wenn die letzten drei Jahre nur aus Therapie bestanden. Für mich war auch jede Tätigkeit im normalen Leben eine Therapie.

Es ist eigentlich nur die Sichtweise darauf. Ich kann spazieren gehen und es als Therapie sehen oder es einfach für mich tun, ohne mit dem Ziel, etwas zu verbessern oder es als Therapie zu sehen.

Immer wieder gehe ich jetzt spazieren, ohne etwas zu wollen. Das ist nur eine kleine Gedankenänderung, die aber sehr viel ausmacht.

Pilgern nach Thal

Im Pilgermodus

Im Pilgern erwarte ich mir nichts, trotzdem kann Pilgern Therapie sein. Am Jakobsweg voriges Jahr habe ich beides erlebt. Der ganze Weg war eine Therapie und hat meine Defizite verbessert.

Gleichzeitig konnte ich auch erstmals seit drei Jahren Leben. Der Camino hat mir so viel gegeben, wie nichts anderes bisher. Klar, ich war oft am Limit, aber ich konnte einen wichtigen Schritt auf dem Weg zurück ins Leben machen.

Ich mache jetzt schon seit einiger Zeit wieder Physio- und Ergotherapie. Ich brauchte dringend einen Ausgleich dazu. Was lag näher, als die Jakobus Kirche in Thal zu besuchen! Ich versuchte den Weg im Pilgermodus zu beschreiten.

Pilgern als Therapie

Die Jakobus Kirche in Thal

Die Jakobus Kirche in Thal ist von Prof. Ernst Fuchs in besonderer Weise gestaltet. Das Auf und Ab des Lebens, wie des Pilgerweges, symbolisiert er durch unebenen Boden, der für mich besonders schwer zu begehen ist.

Boden der Jakobus Kirche in Thal, wie Therapie

Die Kirche ist der Beginn des Weststeirischen Pilgerweges von Thal nach Lavamünd in Kärnten. Am liebsten wäre ich gleich weiter gegangen, aber die Therapie hat Vorrang.

Dafür gelang es mir, in den Pilgermodus zu kommen. Es war seit langem ein besonders unbeschwerter Tag, den ich voll und ganz genießen konnte. Manchmal war es zwar auch Therapie, aber ich konnte beim Gehen immer wieder schnell umschalten.

Jakobus Kirche

Ich möchte wieder länger Pilgern

Der Tag motivierte mich, wieder Pilgern zu gehen. Da es mir im letzten Jahr so gutgetan hatte, werde ich nach dem Ende der Therapie wieder Pilgern gehen. Welchen Weg weiß ich noch nicht, das werde ich kurz vorher entscheiden.

Da ich im Moment nicht sehr gut drauf bin, werde ich den Weg sehr langsam gehen. Das macht aber nichts, denn schnell kann ich sowieso nicht. Ein weiterer Grund ist mein Buch, dass ich fertig schreiben möchte. Daher kann ich mir Zeit lassen.

Pilgerpass

Pilgern als Therapie

Ich bin jetzt schon längere Zeit nicht mehr weiter unterwegs gewesen. Daher bin ich auch Ausdauer mäßig nicht sehr gut drauf. Es wird ähnlich wie im letzten Jahr sein. Nur weiß ich diesmal, dass ich viel mehr schaffe, als ich oft glaube. Natürlich bin ich im Denken noch nicht viel besser drauf, wie im Vorjahr. Aber ich weiß jetzt besser damit umzugehen.

So hat mir die Kirche in Thal sehr viel gegeben und mich für neue Aufgaben motiviert.


Ja, mein dritter Geburtstag ist heute. Vor drei Jahren, am 27.3.2016, hat mein neues Leben begonnen. An diesem Tag wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert und dieser Tag sollte alles verändern, wie nie zuvor. Heute ist Jahrestag!

Die Auswirkungen des Hirnabszesses sind so gravierend, dass sie bis heute andauern. Mein Leben hat sich so sehr verändert, kein Stein blieb auf dem anderen. Ich MUSSTE ein neues Leben beginnen, wollte ich überleben.

Im Krankenhaus

Was macht ein neues Leben aus?

Das mit dem "...kein Stein blieb auf dem anderen!" ist im wörtlichen Sinn gemeint. Mein jetziges Leben hat nichts mehr gemein mit dem von früher.

Durfte es auch nicht, denn meine damalige Denkweise hatte den Hirnabszess gebracht. Also habe ich zu lernen, mein Denken wieder in bessere und in gesündere Bahnen zu bringen. Bessere Bahnen heißt unter anderem, ich muss wieder mehr auf mein Herz hören.

Die Auswirkungen des Abszesses machten Denken und Entscheidungen fällen unmöglich. Ich war gezwungen auf mein Herz zu hören, musste ihm wieder vertrauen lernen und danach handeln. Dinge, die mir vorher unmöglich schienen, nahmen plötzlich Platz in meinem Leben ein und wurden wichtig. Es dauerte aber, bis ich so weit war.

mein neues leben

Habe ich mich dadurch verändert?

Ja und Nein! Was mich jetzt zu vorher unterscheidet ist, dass ich mir selbst wieder zu Vertrauen lernte und auf mein Herz höre. Das genaue Gegenteil zu früher, denn damals hat der Kopf mit dem Denken die Macht übernommen. Kopfgesteuert wurden Gefühle immer mehr ausgeblendet.

Gerade für mich als Herzensmensch eine verzwickte Lage. Ich wollte die Dinge nur mehr mit dem Kopf lösen und das brachte mich in eine Lage, wo der Körper nicht mehr weiter wusste. Erst der Hirnabszess brachte mich wieder zurück zum Herzen.

Hirnabszess

Wie schauts aus?

Gesundheitlich besteht mein Leben noch aus Therapie. Nach wie vor bin ich beeinträchtigt mit dem Denken. Vernetztes und weiterführendes Denken kann ich noch kaum und es hält mich von vielem ab. Ich mache zwar dazu meine Übungen und trainiere auch mein Gehirn, aber der Erfolg ist überschaubar.

Aus diesem Grund konzentriere ich mich auch mehr auf die Bewegung. Da erhoffe ich mir die meisten Fortschritte, denn auch das Gehirn braucht Bewegung. Die besten Fortschritte brachte mir dazu der Jakobsweg im vorigen Jahr.

Klettern als Therapie
Klettern als Therapie

Wenn man nachdenken möchte, aber nicht kann, dann endet es oft mit Depressionen. Ich kann es nicht, daher wurde der Drang mich zu bewegen sehr stark. Depressionen und Bewegung passen nicht zusammen. Bin ich in Bewegung, kann ich nicht schlecht gelaunt sein und auf falsche Gedanken kommen. Es war daher nur logisch mich zu Bewegen.

Allerdings benötigt jede Bewegung Denken, sodass kaum mehr Energie für weiteres Denken übrig bleibt. Ein beschädigtes Kurzzeitgedächtnis vereinfacht die Sache nicht. Das Denken bleibt somit ein zentrales Thema. Aus diesem Grund wollte ich auch im Kopf leer werden, was mir am Jakobsweg gelang.

Am Jakobsweg

Hier hatte ich nichts anderes zu tun, als zu Gehen. Ich war im absoluten JETZT. Es gab keine Gedanken an die Vergangenheit und die Zukunft, die mir viel Energie kosten.

Zum Ersten mal konnte ich mich wirklich voll und ganz auf mich konzentrieren. Der Körper dankte es mir damit, dass ich lernte, mit meinen Handicaps besser umzugehen. Es war so viel Positives am Weg, ich war glücklich. Obwohl ich mich oft schwertat, vorwärtszukommen. Es hatte keine Bedeutung. Ich war glücklich, einfach nur zu Sein.

Am Jakobsweg

Veränderung

Es brachte mir noch eine weitere große Veränderung. Nach 19 Jahren trennten sich meine Lebensgefährtin und ich. Ich kann es akzeptieren, aber mein Gehirn schafft es nicht, darüber nachzudenken. Dazu fehlt mir das vernetzte Denken. Ich falle immer in eine Schleife, aus der es kein rauskommen gibt. Dadurch vermeide ich es.

Daher denke ich nicht daran und konzentriere mich ganz aufs Gesund werden. Das erfordert meine ganze Kraft, denn noch immer muss ich mir den Tag genau einteilen, was ich mache. Unnötige Gedanken, die ich ja doch nicht weiterdenken kann, haben da nichts verloren.

Mein neues Leben - gehen lernen

Um eine Normalität einkehren zu lassen, soll ich nicht mehr jede Bewegung, jedes Tun als Therapie sehen. Es hat mit Automatismus zu tun, an dem ich speziell seit letztem Jahr arbeite. Schaffe ich es, mehr Automatismus in meine Bewegung zu bekommen, werde ich nicht dauernd an die Bewegung erinnert. Dann kann Normalität einkehren.

Ich stoße noch immer sehr schnell ans Limit, dann ist es vorbei mit Normalität. Mein Leben neu zu organisieren bringt mich immer wieder an die Grenze. Manchmal ist alles so viel, dass ich nicht mehr möchte. Dann lege ich mich hin und lasse alles sein, egal was ansteht.

In solchen Momenten ist es wichtig auf mein Herz zu hören. Es sagt mir immer, wann es richtig ist mich zurückzuziehen. Höre ich nicht darauf, dann bekomme ich es zu spüren, indem es mir körperlich nicht gut geht.

neues Leben ohne Wolken

Es geht immer weiter!

Eines habe ich seit dem Hirnabszess erfahren. Es geht immer weiter und ich habe es selbst in der Hand zu entscheiden, ob es mir gut geht oder ob ich schlecht drauf bin.

Denn in jeder, auch negativen, Erfahrung steckt etwas Gutes. Ich muss nur bereit sein hinzuschauen und das Gute erkennen.


Ich bin Jörg, wohne in der Nähe von Graz und blogge hier über meinen Weg zurück ins Leben, das ein Hirnabszess 2016 völlig auf den Kopf gestellt hat.
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