Wochenlang durch die Pyrenäen, meist im Zelt und mit möglichst wenig Gewicht am Rücken. Welche Ausrüstung hat sich wirklich bewährt? Meine Erfahrungen mit Rucksack, Zelt, Schlafsystem, Kleidung, Schuhen, Kochen und allem, was ich unterwegs brauchte.
Wochenlang durch die Pyrenäen, meist im Zelt und mit möglichst wenig Gewicht am Rücken. Welche Ausrüstung hat sich wirklich bewährt? Meine Erfahrungen mit Rucksack, Zelt, Schlafsystem, Kleidung, Schuhen, Kochen und allem, was ich unterwegs brauchte.
Der Camino Frances ist eine Legende unter den Fernwanderwegen. Er zieht jedes Jahr Tausende Pilger aus aller Welt an – mit unterschiedlichen Zielen: spirituelle Erleuchtung, sportliche Herausforderung oder einfach die Lust am Reisen. Ich gehöre mittlerweile wohl zu allen drei Kategorien ein wenig. Aber mein Fokus für diese Reise im Mai ist klar: Ultra-Light - So leicht wie möglich unterwegs sein!
Nachdem ich die majestätischen Nordalpen hinter mir gelassen habe, stehe ich nun am Beginn der dritten Etappe des HexaTrek - einer Route, die mich tief in die Südalpen führen wird.
Nach dem Jura bin ich mit dem Boot über den Genfer See gefahren, nach Thonon Les Bains (Beginn des HexaTrek Stage 2). Es geht durch die Nordalpen, dem Herzstück der Alpen, die für mich die größte Herausforderung bisher darstellen.
Die ersten 700 km liegen hinter mir. Der erste Teil des Hexatrek ist somit geschafft.
Nach dem Hirnabszess 2016 war nur eines in meinem Kopf, ich wollte wieder gehen lernen. Zunächst wollte ich nur eigenständig wieder aufs WC im Krankenhaus kommen und so fing ich Schritt für Schritt an. Der erste Schritt war, mich wieder aufsetzen zu können, das Gehen kam erst viel später.
Nach dem Erreichen des nördlichsten Punkt von Österreich, stand mir der lange Weg nach Vorarlberg bevor, über 600 Kilometer, gesamt 1200 km.
Gehen hat für mich mit Freiheit zu tun. Der Walkabout durch Austria ist somit auch dem Teil geschuldet, diese Freiheit wiederzuerlangen.
Das Gehen wurde für mich zur Leidenschaft. Ich kann die Rehabilitation und das Leben lernen nirgends sonst so gut kombinieren wie am Camino del Norte.
Die richtige Ausrüstung für den Jakobsweg zu finden, ist gleichzeitig Therapie für mich. Nämlich genau zu wissen, was ich brauche, erfordert ein Denken, was mir fehlt.