Genau nach dem Motto von Hape Kerkeling „Ich bin dann mal weg“, bin auch ich losgezogen. Der Jakobsweg hat mich schon lange fasziniert, also bin ich weg. Ungeachtet aller Probleme die ich noch habe, gehe ich trotzdem für einige Wochen den Weg.
Eigentlich ist es paradox. Ich kann keinen Schritt laufen, gehen nur mit Problemen, aber ich möchte den Jakobsweg gehen. Aber Dinge, die unmöglich klingen, haben mich schon immer fasziniert.

Der für mich längere Jakobsweg

Ich brauche allerdings länger als die meisten dafür. Ein Drittel der Distanz, hoffe ich, machen zu können. Normalerweise geht man von Saint Jean Pied de Port in 33 Tagen nach Compostela. Ich dagegen hoffe in dieser Zeit bis nach Burgos zu gelangen, rund ein Drittel des Weges.

Die Anreise

Angereist bin ich per Bus. Nach Saint Jean Pied de Port, am Fusse der Pyrenäen. Gleich zum Empfang schüttet es wie aus Kübeln. Das konnte ja heiter werden. Gleich am ersten Tag werde ich auf die Probe gestellt, ob ich auch wirklich alles so nehmen kann, wie es ist.
 
Um 5 Uhr früh wurde ich an der Haltestelle Bayonne hinausgeworfen und stand erstmal im Regen. Das ist allerdings harmlos ausgedrückt, es goss in Strömen und es sollte den ganzen Tag anhalten.

Bayonne

Bayonne um 5 Uhr früh.

Am Jakobsweg pilgern
Warten half nichts, ich musste durch die Stadt zum Bahnhof. Fünf Minuten vor der Abfahrt kam ich hin. Dort die Überraschung, statt dem Zug fuhr ein Bus. Ein höflicher Zugbediensteter half mir die Karte zu lösen und durchnässt stieg ich eine Minute vor Abfahrt in den Bus. Nochmal Schwein gehabt.
Aber schaun wir Mal weiter. Es werden spannende Wochen, in denen ich nehme, was kommt. Ich werde viel erfahren dürfen und auch mir selbst wieder näher kommen. Zum ersten mal seit 2 Jahren habe ich das Gefühl wieder zu leben. 🙂
Ultreia
PS: Auf Instagramm poste ich immer fast täglich, was mir so durch den Kopf geht und einmal die Woche erscheint dieser Blog.