Nachdem ich die majestätischen Nordalpen hinter mir gelassen habe, stehe ich nun am Beginn der dritten Etappe des HexaTrek - einer Route, die mich tief in die Südalpen führen wird.
Nachdem ich die majestätischen Nordalpen hinter mir gelassen habe, stehe ich nun am Beginn der dritten Etappe des HexaTrek - einer Route, die mich tief in die Südalpen führen wird.
Nach dem Jura bin ich mit dem Boot über den Genfer See gefahren, nach Thonon Les Bains (Beginn des HexaTrek Stage 2). Es geht durch die Nordalpen, dem Herzstück der Alpen, die für mich die größte Herausforderung bisher darstellen.
Die ersten 700 km liegen hinter mir. Der erste Teil des Hexatrek ist somit geschafft.
Nach dem Hirnabszess 2016 war nur eines in meinem Kopf, ich wollte wieder gehen lernen. Zunächst wollte ich nur eigenständig wieder aufs WC im Krankenhaus kommen und so fing ich Schritt für Schritt an. Der erste Schritt war, mich wieder aufsetzen zu können, das Gehen kam erst viel später.
Im Moment versuche ich, die durch die Pandemie sich verschlechterte Muskelschwäche wieder zu verbessern. Vor zwei Jahren nahm ich damals, am Anfang der Pandemie, zum ersten Mal am Wings for Live Run teil.
Beim Wings for Life World Run 2020 nehme ich erstmals teil – gehend statt laufend. Die 4,71 Kilometer werden für mich zu einem Motivationsschub nach dem ersten Corona-Lockdown. Ich erzähle, warum Gehen für mich keine Selbstverständlichkeit ist und wie ich versuche, wieder Struktur und neue Ziele in meinen Alltag zu bringen.
Das vierte Jahr meiner Rehabilitation hat so begonnen, wie das dritte geendet hatte. Mit Gehen und einer "Pilgertour" nach Frohnleiten.
Jetzt bin ich drei Wochen am Camino Norte mit meinen Handicaps unterwegs. Worin habe ich aber meine Erfahrungen und Erlebnisse seither gemacht?
Das Gehen wurde für mich zur Leidenschaft. Ich kann die Rehabilitation und das Leben lernen nirgends sonst so gut kombinieren wie am Camino del Norte.
Ja, selbst das Leben habe ich zu Lernen. Das hatte ich mir am Anfang leichter vorgestellt.