Nach fast drei Jahren suche ich noch immer den Weg zurück zu einer Normalität. Aber was ist das? Ist mein Zustand so abnormal? Ja und nein!
Nach fast drei Jahren suche ich noch immer den Weg zurück zu einer Normalität. Aber was ist das? Ist mein Zustand so abnormal? Ja und nein!
Ich habe begonnen mit dem Laufen! Vielleicht ist das zu viel gesagt, aber mein Ziel ist es, während der Schritte beide Beine vom Boden weg zu bekommen.
Meine Defizite sind durch den Abszess am Thalamus entstanden, dessen Folge ein gestörtes Zentralnervensystem ist.
Ich bin jetzt seit zweieinhalb Jahren ein Grenzgänger. Das deshalb, weil ich es noch immer nicht geschafft habe, mehr Energie zu haben, als der Tag lang ist.
Die Monate und Jahre sind ins Land gezogen, seit ich den Hirnabszess 2016 erlitt. Es ist viel passiert seither und deswegen möchte ich Rückschau halten.
Es war eine sehr kurzfristige Entscheidung, mit meinem Sohn Noah, zum Jakobsweg zu fahren. Warum nicht einen Abschnitt vom Anfang wiederholen.
Die letzten vier Monate verbrachte ich am Camino oder war auf Reha. Diese Zeit war einzigartig und so wertvoll für mich, konnte ich doch am Camino zum Ersten mal wieder das Leben spüren. Allein das war die Anstrengungen und Mühen wert. Ich habe mein altes Leben nicht verloren, sondern ein neues gewonnen!
Das Pilgern wurde zu einem wichtigen Teil meiner Rehabilitation. Wie sagte schon Hippokrates: Gehen sei deine Medizin!
Ich bin jetzt seit sechs Tagen am Camino France mit meinem Sohn unterwegs. Wir hatten von Sonne, Hitze, Wind und starkem Regen bisher alles dabei.
Im April 2017 habe ich begonnen den Blog zu schreiben. Seither hat sich viel getan, mit Reha, Trainieren, Übungen und am Schluss sogar Pilgern.